50er Jahre
Das Leben im Deutschland der 50er Jahre fand für die Jugend zwischen "Wirtschaftswunder" und "aufmucken" gegen Autoritäten statt. Neue Lebensqualität nach dem Krieg wurde eingefordert. Was darunter zu verstehen war, lernten sie von den vor Ort stationierten Alliierten, allen voran den US-Soldaten. Durch diese angestoßen, überschwemmten die neuen Musikrichtungen Rockabilly und Rock´n´Roll das Land. Von den Erwachsenen abgelehnt, als grässliche "Negermusik". Die rebellierende Jugend traf sich in den aus dem Boden schießenden "Eisdielen" im amerikanischen Diners Stil. Es gab keine ohne Jukebox, es durfte geraucht werden. Hier konnten sie sein, wie und was sie wollten, Rockabilly Fans.
Bei Eis, Milchshake und Toast Hawaii hörten sie ihre Lieblingssongs, ganz vorn: Elvis "the Pelvis" Presley, Rockabilly Sänger der ersten Stunde und auch deutsche Interpreten des Rockabilly und Rock´n´Roll wie Peter Kraus und Ted Herold. Von hier aus gingen sie ins Kino, sahen sich Filme ihrer Idole James Dean (Denn sie wissen nicht, was sie tun), Marlon Brando (Endstation Sehnsucht), Brigitte Bardot, Hildegard Knef im Skandalfilm "Die Sünderin", Horst Buchholz (Die Halbstarken) an, deren Kleidungsstil sie kopierten und als Rockabilly Mode der 50er Jahre auf die Straßen trugen. Eine Milieustudie der Rockabilly-Szene zeigt der Film "The Wanderers" von 1979, der nicht unerheblich zum Revival des Rockabilly und damit der Rockabilly Mode Anfang 1980 beigetragen hat.